Geschichte der Mühle

Alte Mühle - neues Leben! 

 

Zur Geschichte von Spiegelberg und der liebevoll modernisierten Mühle mit dem besonderen Ambiente

 

Auf dem ehemaligen Biberberg, heute Spiegelberg, wurde 1688 eine Glashütte angelegt. Mit der Ansiedlung des Spiegelfabrikanten Henri de Moor aus Kopenhagen wurde eine Spiegelmanufaktur am Spiegelberg gegründet und fortan hochwertige Spiegel im Auftrag des Königs produziert. Das Schloss diente als Wohnsitz des Direktors der Spiegelmanufaktur. Auch der Park als Barocke Gartenanlage stammt aus dieser Zeit.

 

An der Dosse neben dem Schloss entstand eine Poliermühle, diese war für die Endfertigung der Spiegel erforderlich.

 

1846 wurde ein Antrag auf Umbau dieser Poliermühle zu einer Mahlmühle gestellt. 1873 stellte A. Lehmann, er war der Mühlenbesitzer einen Antrag auf Umbau zu einer Wassermühle. 1893 ist ein Alexander Heymann als Besitzer der Dampf- und Wassermühle Spiegelberg benannt. Am 22.02.1901 musste Konkurs angemeldet werden. Ab dem 31.08.1902 ist die Spiegelberger Terraingesellschaft mbH mit Sitz in Berlin Eigentümer der Mühle.

 

Am 31.08.1915 kaufen die Mühlenbesitzer Karl und Georg Schnur die Mühle zu gleichen Teilen. Sie sind damit Besitzer beider Neustädter Mühlen. Für 1920 ist belegt, dass die Großmühle Schnur zu den großen Gasabnehmern der Stadt gehört und ständig auch nachts betrieben wird. Nur die Maschinenfabrik und das Gusswerk Lüdecke waren seit 1919 an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen.

 

Ab dem 22.12.1924 war Georg Schnur als alleiniger Besitzer der Mühle eingetragen.

 

Am 10.01.1928 erwarb der Verleger und Besitzer des Gutes Spiegelberg Hermann Hillger die Spiegelberg Mühle. Er verpachtet die Mühle an die Firma Kampffmeyer, die sie bis 1945 betrieb. 1945 wurde das Gut Hillger im Rahmen der Bodenreform aufgeteilt. Die Mühle wurde dabei zweimal zugeordnet: 1. dem Athur von Weinberg-Gestüt (ehemals Friedrich-Wilhelm-Gestüt) und 2. dem Kreis Ruppin und dabei der Regie des VdgB unterstellt. Bis Anfang der 90-er Jahre erfolgt der Betrieb unter der Regie des VE Hauptgestütes. Ab 1991 war die Mühle nicht mehr in Betrieb.

 

Das Amt Neustadt (Dosse) erwarb die Mühle 2006 vom Land Brandenburg mit der Absicht die Mühle zu einem Wohnheim für die Reitschüler umzubauen.

2008 war Baubeginn. Das Architektenbüro Bühlmeier/Berlin erhielt den Zuschlag. Am 1.Juli 2010 erfolgte die  Übergabe.

 

Das Außengelände wird bis zum Einzug der Schüler am 21.August gestaltet sein. Damit erfährt Spiegelberg eine deutliche Aufwertung durch das gesamte Areal.

 

Träger der Einrichtung ist das Amt Neustadt (Dosse).